Mitglieder der Bundestarifkommission inklusive Verhandlungsführer Carsten Burckhardt.
Foto: IG BAU.
27.08.2022
Nachrichten

Ab 1. Oktober steigen die Löhne und Gehälter im Dachdeckerhandwerk um fünf Prozent, dieses Ergebnis konnte am Freitag die Bundestarifkommission bekannt geben. Der Ecklohn steigt damit um 0,98 Euro auf 20,50 Euro pro Stunde. Zusätzlich zu den 300 Euro Energiepreispauschale im Rahmen des zweiten Entlastungspaketes der Bundesregierung erhalten die Beschäftigten des Dachdeckerhandwerks für die Monate Juli, August und September 2022 von ihren Arbeitgebern weitere 300 Euro Zuschuss zu den Energiekosten!

Auszubildende erhalten über die Laufzeit insgesamt zehn Prozent höhere Vergütungen. Sie steigen im ersten Ausbildungsjahr um 80 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr um 100 Euro und im dritten Ausbildungsjahr um 120 Euro.

Ab 1. Januar 2023 entfällt der Arbeitnehmer*innenbeitrag für die Winterbeschäftigungsumlage (Winterbauumlage) in Höhe von 0,8 Prozent, beziehungsweise die Einbringung von zwei Urlaubstagen. Die Winterbauumlage wird ab diesem Zeitpunkt alleinig von den Arbeitgeber*innen gezahlt.  

Den Arbeitnehmer*innen im Dachdeckerhandwerk bringt diese Regelung effektiv zwei Tage Urlaub mehr zur persönlichen Verwendung oder 0,8 Prozent mehr Lohn.

"In einer von großer Unsicherheit geprägten Zeit, mit hoher Inflation auf der einen Seite und Fachkräftebedarf, hoher Arbeitsbelastung auf der anderen Seite, konnte ein guter Tarifabschluss für die 65 000 Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk erzielt werden. Ein Abschluss aus einer Mischung von Minderung der Inflationsbelastung und einem weiteren Schritt zur Verbesserung der Work-Life-Balance", freut sich IG BAU-Verhandlungsführer Carsten Burckhardt über das Verhandlungsergebnis.

Der Dank der IG BAU geht insbesondere an die Tarifkommission und die Aktiven in den Betrieben. Gemeinsam haben sie einem starken Abschluss für das Dachdeckerhandwerk erreicht!