Durstlöscher
Wer draußen in der Sommerhitze arbeitet, braucht jede Viertelstunde einen kräftigen Schluck Wasser. „Dabei ist das Durstlöschen Sache des Chefs: Er muss nämlich für eine ‚Getränke-Flatrate‘ sorgen“, sagt Achim Bartels von der IG BAU Hamburg (Foto: IG BAU).
06.08.2026
Nachrichten

Wenn der Arbeitsschutz aus der Tube kommt: „Sonnencreme satt“ – das ist für alle, die in Hamburg unter freiem Himmel arbeiten, extrem wichtig. Darauf hat die IG BAU Hamburg jetzt hingewiesen. Die wichtigste Sommer-Regel dabei: „Eincremen, eincremen, eincremen. Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen. Denn intensiver UV-Schutz ist das A und O gegen Hautkrebs“, rät Achim Bartels.

 

Der Vorsitzende der IG BAU Hamburg warnt: „Es ist wichtig, sich im Job nicht verbrennen zu lassen.“ Darauf sollten Maurer, Straßenbauer und Dachdecker in der Hansestadt genauso achten wie die Landschaftsgärtnerin oder der Erntehelfer.

Übrigens: „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy. Im Gegenteil: Möglichst viel vom Körper sollte mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luftdurchlässiger Bauarbeiterhelm mit Nackenschutz gehört zum Sommer-Outfit auf dem Bau“, macht Achim Bartels klar. Dafür habe der Arbeitgeber zu sorgen. 

Genauso wie für reichlich Getränke: „Auch das Durstlöschen bei Sommerhitze ist Sache des Chefs“, sagt Achim Bartels. Der IG BAU-Bezirkschef fordert alle Arbeitgeber in Hamburg auf, für eine „Getränke-Flatrate“ zu sorgen, wenn deren Beschäftigte tagsüber draußen sind. Bei schwerer Arbeit in großer Hitze rät die Gewerkschaft, drei bis fünf Liter pro Tag zu trinken. „Es gilt die Faustregel: alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. Ideal sind Wasser und kalte Tees“, sagt Achim Bartels.

 

Auch regelmäßige Pausen im Schatten – zum Beispiel unter einem Sonnensegel – seien wichtig. „Außerdem sollten Arbeitszeiten stärker in die frühen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden“, rät Bartels. Es gelte die „WSS-Regel“: Wasser, Sonnencreme und Schatten – darauf komme es an. Außerdem empfiehlt die IG BAU einen regelmäßigen „Hautkrebs-Check“: Einmal pro Jahr sollten Menschen, die regelmäßig draußen arbeiten, zum Hautarzt gehen, so die Gewerkschaft.

Achim Bartels (Foto: IG BAU)
Achim Bartels (Foto: IG BAU)

Für alle, die unter freiem Himmel arbeiten, hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) praktische Tipps zum effektiven Sonnen- und Hitzeschutz: www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien/praemie/individueller-sonnen-und-hitzeschutz