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- Nein zum sozialen Kahlschlag - Sozialstaatsretter*innen stehen zusammen!
Nein zum sozialen Kahlschlag - Sozialstaatsretter*innen stehen zusammen!
Kundgebung in der Hamburger Innenstadt: Freitag, 3. Juli 2026, 15:30 Uhr, Speersort
Nach langen Diskussionen hatte die Koalition um Kanzler Friedrich Merz (CDU) Anfang der Woche ein "Reformpaket" vorgestellt, das es in sich hat. Neben geringen steuerlichen Entlastungen ist unter anderem vorgesehen, die vorgezogene, abschlagsfreie Rente nach 45 Beschäftigungsjahren zu streichen, eine "Kapitalrente" einzuführen, das gesetzliche Rentenalter weiter anzuheben, die Regeln für Krankschreibungen zu verschärfen und die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen massiv auszuweiten. Weiterhin geplant, aber noch nicht beschlossen ist die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Parallel dazu sollen die Beschränkungen der Sonntagsarbeit gelockert werden.
Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Sozial- und Behindertenverbänden setzt dem klare Vorstellungen für eine solidarische Gesellschaft entgegen und ist dafür nun am Freitag erstmals gemeinsam auf die Straße gegangen. Dafür setzt sich das Bündnis ein:
- Ein solidarisches Sozialversicherungssystem, das verlässliche Absicherung in Rente, Pflege und Gesundheit bietet und wirksam vor Armut schützt.
- Eine starke gesetzliche Rentenversicherung, ergänzt durch arbeitgeberfinanzierte Betriebsrenten und weiterentwickelt zur solidarischen Erwerbstätigenversicherung für alle Einkommen.
- Ein Ende der Zwei‑Klassen‑Medizin und eine einheitliche, solidarisch finanzierte Bürger*innenversicherung – unabhängig von Einkommen oder Status.
- Eine Pflegevollversicherung, die alle pflegebedingten Kosten übernimmt und Pflege zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe macht, die Betroffene und Angehörige entlastet.
- Gute Arbeit statt längerer Arbeitszeiten: planbare Arbeitswochen, Vereinbarkeit, Respekt. Der 8‑Stunden‑Tag bleibt unverhandelbar. Wir verteidigen das Recht auf Teilzeit, Lohnfortzahlung, Tarifbindung und Mitbestimmung.
- Eine gerechte steuer- und sozialpolitische Neuordnung, die Arbeit entlastet, die Einkommensteuer fairer gestaltet, Sozialausgaben solidarisch umfinanziert und ungerechtfertigte Kapitalvorteile abbaut.
- Wohnen als Grundrecht: keine Wohngeldkürzungen, ein Mietendeckel und ein massiver Ausbau sozialen Wohnraums.
- Klimaschutz priorisieren — Klimaschutz braucht ein gerechtes Steuersystem, gezielte Investitionen und eine Reform der Schuldenbremse.
- Gesellschaftliche Vielfalt und gute Integrationsangebote: uneingeschränkter, schneller Zugang zu Sprachkursen, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und eine offene Gesellschaft ohne Ausgrenzung.
Weitere Informationen folgen.



